Mein Hund hört nicht, ich bin nicht fotogen und es regnet – geht ein Shooting trotzdem?

Das höre ich oft. Und fast immer kommt danach ein Shooting, das alle überrascht.
Stolzer Epagneul Breton auf einem Holzsteg bei dramatischem Gewitterhimmel an einem Schweizer Bergsee.

„Mit meinem Hund klappt das sowieso nicht"

Ich höre das so oft. Fast jedes Mal, bevor ein Shooting beginnt, kommt dieser Satz. Manchmal als Warnung, manchmal als Entschuldigung, manchmal halb im Witz – aber dahinter steckt immer eine echte Sorge. Der Hund hört nicht. Ist abgelenkt. Würde sofort weglaufen. Und dann noch das: „Ich sehe mich eh nicht gern auf Fotos.“ Ich verstehe das. Wirklich. Meine eigenen Hunde – vier Schlittenhunde über zwei Jahrzehnte – waren alles andere als perfekte Fotomodelle. Was sie mir beigebracht haben, war Geduld. Und die Fähigkeit, den richtigen Moment zu erwischen, auch wenn er nur eine Sekunde dauert. Deshalb möchte ich heute drei Fragen beantworten, die mir am häufigsten gestellt werden – bevor wir überhaupt einen Termin gemacht haben.

Frage 1: Mein Hund muss frei sein für die Fotos – aber er haut sofort ab. Geht das trotzdem?

Kurze Antwort: Ja.

Ein Hundefotoshooting mit Leine ist nicht nur möglich – die Leine stört auf den Bildern auch nicht so sehr, wie du denkst.

Viele schauen sich meine Bilder an und denken: „Der Hund ist ja frei, kein Halsband, keine Leine – das wäre bei meinem unmöglich.“ Und ich verstehe warum. Die Bilder sehen so aus, als wäre der Hund einfach losgelaufen und hätte spontan perfekt posiert.

Was auf dem Bild nicht zu sehen ist: die Leine, die oft trotzdem da war.

yaro-zwergpudel-welpe-hundefotoshooting-mit-leine

Viele Locations haben sowieso Leinenpflicht – die Leine ist also oft keine Einschränkung, sondern schlicht notwendig.

Und auf dem Bild? Verschwindet sie meistens von selbst. Eine dünne, lange Leine lässt sich durch die Positionierung kaschieren oder nachträglich wegretuschieren.

Mir ist die Sicherheit deines Hundes immer wichtiger als ein Bild ohne Leine. Das Ziel ist ein schönes, natürliches Bild – keine Mutprobe.

Schwarzer Zwergpudel Welpe Yaro steht frei zwischen herbstlich gefärbten Bäumen beim Hunde fotoshooting
Zur Ausrüstung: Für die Fotos lieber ein schlichtes, unauffälliges Halsband – kein Geschirr, ausser es gehört einfach zu ihm. Denn Geschirre retuschiere ich nicht weg. Für den Weg zur Location kannst du natürlich anziehen, was praktisch ist – aber für die Aufnahmen macht ein schlichtes Halsband das Leben leichter. Und falls du keine passende Leine hast – ich habe meine dabei.

Frage 2: Ich bin nicht fotogen. Muss ich wirklich mit aufs Bild?

Nein, du musst nicht. Aber ich würde mich freuen, wenn du es versuchst.

Mindestens ein Bild mit dir und deinem Hund – das wünsche ich mir für jedes Shooting. Nicht weil es dazugehört, sondern weil es das eigentlich Wichtige zeigt: eure Verbindung. Diese Bilder sind es, die Jahre später am meisten bedeuten.

Ich fange nie sofort damit an. Erst wenn du ein bisschen entspannt bist, wenn du gesehen hast, dass dein Hund mitmacht und die Atmosphäre sich gut anfühlt – dann schlage ich vor, dass du mit ins Bild kommst.

Und dann sage ich dir das Wichtigste: Du musst nicht in die Kamera schauen.

Mach etwas mit deinem Hund. Schau ihn an. Streich ihm über den Kopf. Lauf mit ihm. Ich fotografiere eure Verbundenheit – kein gestelltes Lächeln, kein Passfoto. Das ist euer Moment.

Und wenn du die Bilder danach trotzdem nicht magst – kein Problem. Du musst kein einziges davon nehmen. Ich zeige dir nur Bilder, die ich wirklich gut finde, und die Entscheidung liegt bei dir. Aber ich möchte dir die Möglichkeit geben, dass du vielleicht eines finden könntest, das dich überrascht.

Frage 3: Es ist Regen angesagt. Müssen wir absagen?

Nicht unbedingt – und manchmal ist ein bewölkter Tag sogar besser.

Meine Shootings finden meistens früh morgens statt. Im Sommer sowieso – abends ist es schlicht noch zu warm für die Hunde. In den anderen Jahreszeiten kann auch ein Abend-Shooting eine Option sein. Das ist nicht verhandelbar – weil es mir ums Licht geht. Mittagssonne klingt nach perfektem Fotowetter. Ist es nicht.

Was aber wunderbar funktioniert: Bewölkung. Weiches Licht. Sanfte Stimmung. Auf den Bildern wirkt alles ruhiger, milder, echter.

Und Regen? Ein bisschen Regen stört mich nicht. Bei Regen können sehr schöne Fotos entstehen.

Wir schauen ein bis zwei Tage vor dem Termin gemeinsam auf die Wetterprognose. Wenn es wirklich ungünstig aussieht, verschieben wir – in meiner Planung ist immer Platz für einen Ersatztermin.

Für Hunde, die absolute Morgenmuffel sind, gibt es auch eine Lösung: Wir suchen uns einen sehr bewölkten Tag – dann ist das Licht weich, egal zu welcher Tageszeit – oder du kommst in den Herbst- und Wintermonaten, wenn der Sonnenaufgang viel später ist.

Warum ich dir das alles sage

Weil ich nicht möchte, dass du dir ein Shooting verkneifst, nur weil du denkst, es klappt bei euch nicht.

Dein Hund muss kein Profimodell sein. Du musst nicht fotogen sein. Und das Wetter muss nicht perfekt sein.

Was zählt, ist eure echte Verbindung – und die kann ich einfangen, auch wenn es drunter und drüber geht. Gerade dann, meistens.

So bereite ich dich vor – und das macht den Unterschied

Wenn du bei mir ein Shooting buchst, bekommst du von mir einen persönlichen Guide, der dich auf alles vorbereitet. Darin findest du Tipps, was du mit deinem Hund üben kannst – kleine Dinge, die das Shooting entspannter machen. Dazu kommen Outfit-Empfehlungen, die zu dir und deinem Hund passen, damit die Bilder harmonisch wirken. Ausserdem einen Fragebogen, in dem du mir erzählst, was dein Hund liebt, was schwierig sein könnte, und was du dir für die Bilder wünschst.

Auf Basis deiner Antworten suche ich die Location aus – eine, die zu deinem Hund passt. Lässt er sich leicht ablenken? Dann eine ruhige Ecke. Liebst du Wasser? Dann schauen wir, dass Wasser ins Bild kommt.

Ich möchte, dass du entspannt und gut gerüstet zum Shooting kommst. Das hilft dir – und das hilft deinem Hund.

Wenn du Fragen hast oder einfach mal schauen möchtest, ob wir zusammenpassen – schreib mir. Keine Verpflichtung. Einfach eine Mail, in der du mir erzählst, wer dein Hund ist und was ihr euch wünscht.

Und wer weiss – vielleicht sagst du danach auch:

„Ich hätte nicht gedacht, dass das so gut klappt.“

Wenn du sehen willst, wie solche Shootings hinter den Kulissen ablaufen, nehme ich dich auf meinem Instagram-Account regelmässig in den Stories mit.